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27. Februar 2015

Brombeereis im Weltraumlift

Im großen Saal stellen heute die 35 Schüler_innen der 10. Klasse ihre Quartalsarbeiten vor. Nach und nach füllt sich der Saal. Kurz nach 15 Uhr kann ich keine freien Plätze mehr ausmachen.
Frau Sagurna begrüßt die Schüler_innen und die Gäste und dann geht es auch schon los. 3 Minuten sind für eine einzelne Vorstellung angesetzt. Hinten im Saal werden viele Arbeiten zum Ansehen und Anfassen auf Tischen und an Stellwänden präsentiert.

In den folgenden 3 Stunden erfahren wir, womit sich die Schüler_innen die letzten 3 Monate intensiv beschäftigt haben.

Es gibt musikalische Darbietungen, Tanz, Film, Konstruktionen, Malerei, Graffiti, naturwissenschaftliche, psychologische und gesellschaftliche Themen. Viele der Schüler_innen berichten uns vom Entstehungsprozess, vom Üben und vom Scheitern, vom Wiederholen, von der Begeisterung und von ihrem Erfolg. Man kann sehen, dass sie etwas erlebt haben, dass Sie sich mit etwas intensiv verbunden haben.

Wenn Emma B. von ihren Begegnungen und Gesprächen mit Flüchtlingen erzählt oder Silja W. eine fiktive Geschichte über ein Mädchen in Bangladesch schreibt, in der die Lebensumstände der Menschen an diesem Ort sichtbar werden, berührt uns das. Mit Jona G., der uns die Korruption in der FIFA vor Augen führt, möchte man aufstehen und an seiner Seite gegen diese Missstände protestieren.

Aber auch leichtere Themen vermögen das Publikum zu begeistern. Jacob R. erzählt uns von seinem hausgemachten Speiseeis. Als er uns am Ende seiner Rede die Bilder seiner Eiskreationen zeigt, möchte man am liebsten sofort eines davon verspeisen.
Gerne lassen wir uns mit Thore H. auf die Utopie des Weltraumfahrstuhls ein, der ungefähr 35.000 km hoch sein müsste. Jasper P., der mit seiner Vorliebe für den Blues seinen eigenen Worten nach zwar nicht im Trend seiner Generation liegt, uns aber mit dem Ausdruck seiner Begeisterung für diese Musik überzeugt.

Bei einigen Themen sind wir aufgerufen die eigenen Handlungen und Gewohnheiten zu überprüfen. Z. B. wenn wir von Joni M. erfahren, dass es für die Herstellung einer einzigen Jeans 8.000 Liter Wasser braucht und nur ein einziger Euro des Kaufpreises in die Arbeitslöhne fließt, oder Jan A. uns von den vielfältigen Einsatzbereichen der Gentechnik erzählt oder Luis B. von den Vorzügen der veganen Ernährungsweise spricht oder Ramón S. uns in seinem Kurzfilm über Realität und Smartphones den Spiegel vorhält.

Um 18 Uhr bedankt Frau Sagurna sich bei allen Anwesenden und ist stolz auf die 10. Klasse. Die Schüler_innen sind alle froh die Präsentation gut überstanden zu haben und freuen sich über die interessierten Besucher_innen an ihren Ständen und Tischen.
Bevor ich gehe, sehe ich mir noch die Selbstportraits von Carlotta E. an, lasse mir von Björn O. die Konstruktion seines selbst gebauten Lastenfahrrades erklären und werfe einen Blick auf auf das Modell eines Wasserstoffautos von Jakob K. – Einfach faszinierend.

GUI

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