Bund der Freien WaldorfschulenArbeitsgemeinschaft der Freien Schulen
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Presseerklärung zum aktuellen Geschehen

Ottersberg, 9. Juni 2021

Der Vorstand und die Schulführung haben die Anschuldigungen der Eltern entgegen genommen, und sind anschließend sofort in einen Aufarbeitungs- und Klärungsprozess eingestiegen. Wir haben alle vorgetragenen pädagogischen Vorwürfe gegen die betroffene Kollegin sehr ernst genommen und sind ihnen nachgegangen.
Die Landesschulbehörde und die Schlichtungs- und Beschwerdestelle des Bundes der Freien Waldorfschulen haben uns außerdem bestätigt, dass die Schulführung diesen gesamten Prozess sorgfältig und umfassend bearbeitet hat. Dabei wurden weder Versäumnisse oder Verfehlungen der Schulführung festgestellt.

Wir möchten betonen, dass wir in diesen Prozess alle Kolleg:innen, Eltern und Schüler:innen einbezogen haben. Mit den Betroffenen wurden im Laufe der Zeit alle Möglichkeiten der Krisenintervention und Klärung ausgeschöpft. Auch in diesem Prozess waren wieder Schulleitung, Personalressort und Vertrauenskreis (ein Gremium aus Eltern, Lehrern und Freunden der Schule) beteiligt.

Nachdem die zahlreichen Gespräche mit der genannten Familie nicht zu einer Befriedung der Situation führen konnten, haben wir uns die Unterstützung einer Supervision/Meditation von außen eingeholt. In naher Zukunft wird eine professionelle Fachkraft mit den Schüler:innen, den Eltern und den Kolleg:innen arbeiten, um das soziale Miteinander in der betroffenen Klasse zu stärken.

Zusätzlich wird in der Schulentwicklungskonferenz mit Elternbeteiligung ein Leitfaden erarbeitet werden, der für alle Beteiligten zukünftig für noch größere Transparenz der Abläufe bei derartigen Vorwürfen sorgen soll.

Mit all diesen Bemühungen von Seiten der Schule ist es uns bedauerlicherweise nicht gelungen, mit einem Elternhaus eine Befriedung in dieser Angelegenheit zu erreichen. Dadurch fehlt aber die vertrauensvolle Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit mit den genannten Eltern.

Außerdem möchten wir noch einmal betonen, dass die Schule seit nunmehr 75 Jahren besteht. Generationen von Schüler: innen haben hier ihre Schulzeit verbracht. Teilweise halten uns ganze Familiengenerationen die Treue. Es kommen Eltern, die hier selber Schüler:innen waren, zurück nach Ottersberg, um ihre Kinder bei uns einzuschulen.

Dabei ist ganz klar die Grundlage unserer Arbeit die vertrauensvolle Zusammenarbeit von Elternhaus und Schule. Waldorfschulen wurden und werden von Eltern gegründet. Deshalb ist uns die Zusammenarbeit mit den Eltern auch so wichtig. Bei allem guten Willen und der bestehenden Möglichkeit der Zusammenarbeit kann es manchmal sein, dass die gemeinsame Basis für diese vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht gelingt. Manchmal kündigen Eltern den Schulvertrag, weil ihre Kinder auf eine andere Schule wechseln sollen, selten passiert es, dass wir kündigen, weil uns kein Vertrauen in unsere Arbeit entgegengebracht wird. Diese beiden Möglichkeiten sind ganz klar in unserem Schulvertrag festgelegt und geregelt, und werden von beiden Seiten unterzeichnet.

Der Bildungsauftrag und auch die pädagogische Aufgabe der Entwicklungshilfe im sozialen Miteinander einer Klassengemeinschaft können aber nur gelingen, wenn wir einander respektieren und vertrauen.

Holger Wieters-Froehlich, Vorsitzender des Schulvereins

Kontakt

Freie Rudolf-Steiner-Schule Ottersberg
Amtshof 5
28870 Ottersberg

Das Schulbüro ist von
7:30 – 13:15 Uhr geöffnet.

Waltraud Cassellius
Tel.: 04205 31680

Hausmeisterei
Benjamin Blumenthal
Tel.: 04205 316827

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